Die Landfläche Thailands erinnert in seiner Gestalt an
den Kopf eines Elefanten. Die maximale Ausdehnung in
Nord-Süd-Richtung liegt bei 1.770 km, in
Ost-West-Richtung etwas mehr als 800 km.
Die Nordregion ist bergig, dort findet sich auch der
höchste Punkt des Landes: Der Doi Inthanon (2576 m).
Der
Nordosten (auch Isan oder Issaan genannt) besteht aus
der Khorat-Hochebene, einer im Sommer staubtrockenen, in
der Regenzeit jedoch überschwemmten Landschaft, die
keine intensive Landwirtschaft zulässt.
Bewässerungsprojekte und Staudämme sollen hier Abhilfe
schaffen. Die Bevölkerung ist ärmer als im Durchschnitt
des Landes. Der Dialekt des Isan ist mit dem laotischen
Verwandt. Im Norden und Osten des Isan bildet der Mae
Nam Khong Mekong die Grenze zu Laos.
Das Klima ist tropisch-monsunal, die Temperaturen liegen
ganzjährig über 18°C. Jahreszeiten werden nicht wie bei
uns über Temperaturunterschiede bestimmt, sondern über
die monatlichen Niederschlagsmengen.
Geschichte Thailands
Die Vorgeschichte Thailands reicht bis zur Gründung des
ersten Thai-Königreiches Sukhothai (1238) Im Jahre 1967
wurde im Dorf Ban Chiang (Nordost-Thailand) Bronzefunde
ausgegraben, die ins 3. Jahrtausend v.Chr. datiert
wurden, also in etwa zeitgleich mit den europäischen
Funden. Siedlungen konnten bis ins 5. Jahrtausend v.
Chr. nachgewiesen werden.
Die Geschichte der frühen Thaivölker liegt weitgehend im
Dunkeln. Die Forscher gehen davon aus, dass sie ab dem
6./7. Jh. n. Chr. über Generationen hinweg aus dem
südlichen China über die kleineren Nebenflüsse weiter
nach Süden vordrangen. Sie kamen somit kaum in Kontakt
mit der eingesessenen Bevölkerung, die entlang der
tief eingeschnittenen grossen Flüsse, wie Maekong und
Salween, siedelte. Es handelte sich weniger um eine
Eroberung als mehr um eine Übernahme per Revolution.
In der geschichtlichen Zeit gründete Prinz Phrom die
Stadt Fang (westlich von Chiang Rai) um 857 n. Chr. Die
Stadt konnte nie richtig aufblühen, das Königreich
dehnte sich jedoch bis nach Sawankhalok (nördlich von
Sukhothai) aus. Die anderen und zunächst mächtigeren
Gestalter auf dem Boden des heutigen Thailand sind
jedoch die Birmanen und die Khmer, die sich zahlreiche
Auseinandersetzungen um die fruchtbare Ebene des Maenam
Chao Phraya liefern. In den immer wieder auftretenden
Zeiten des Umbruchs bildeten sich mehrere kleine
Thai-Königreiche, z.B. um Luang Prabang (heute Laos).
Schliesslich konnten die Thai im Jahre 1238 unter Sri Intarathitya die Khmer verdrängen. Sie erweiterten eine
eroberte Khmer-Siedlung und nannten die Stadt Sukhothai
(eine Legende spricht von einer Gründung ca. 500 n. Chr.
durch den sagenhaften König Chao Aluna Khmara, der von
einer mythischen Naya-Prinzessin abstammen sollte). Dies
war das erste Thai-Königreich, das den Anspruch auf das
heutige Gebiet von Thailand erhob.
Thai Mentalität
Thais sind extrem gastfreundlich, zuvorkommend und haben
meist ein Lächeln auf den Lippen. Dieses im Westen sehr
verbreitete Klischeebild kommt der Wahrheit eigentlich
ziemlich nahe und wenn man als Ausländer in Thailand mit
der gleichen Offenherzigkeit und Toleranz an die Dinge
herangeht wie die Thais, wird dieses Klischeebild auch
zu einem bestimmenden Teil der Wirklichkeit.
Thais sind
extrem stolz auf sich, ihr Land und ihren König. Tun Sie
nichts, was dies herabsetzen würde. Thailand war nie
kolonialisiert. Weder zur Zeit der französischen,
holländischen und englischen Kolonialherrschaft, noch im
zweiten Weltkrieg.
Während
alle Thailand umgebenden Länder sich einem Kolonialregime
beugen mussten (Burma und
Malaysia waren englische Kolonien, Laos, Kambodscha und
Vietnam französische), hat es Thailand immer verstanden
seinen Status als freies Land zu wahren. Dabei war das
Land schon früh dem Einfluss
von Europa her geöffnet und Handelsschiffe waren schon
im 16. und 17. Jahrhundert in Ayutthaya und Bangkok.
Durch geschickte Politik und fähige Monarchen hat
Thailand immer von den Fremden angenommen, was gut für
das Land war und den Rest wieder abgelegt.
Wirtschaft
Nach asiatischen Massstäben ist Thailand ein relativ
wohlhabendes Land. Der bedeutendste Wirtschaftszweig ist
noch immer die Landwirtschaft, in letzter Zeit gewinnt
jedoch die Industrie zunehmend an Bedeutung. Zu den
landwirtschaftlichen Erzeugnissen zählen Reis (Thailand
ist der grösste Reisexporteur der Welt), Zucker, Maniok,
Mais, Gummi, Baumwolle und Tabak.
Die Fischerei spielt ebenfalls eine grosse Rolle. Die
Forstwirtschaft muss sich von
dem übermässigen Abholzen der Teakwälder in den letzten
Jahrzehnten erst wieder erholen, die Regierung plant die
Aufforstung. In der Zwischenzeit floriert der Holzhandel
mit Myanmar, das dringend auf Devisen angewiesen ist.
Der bedeutendste Bodenschatz Thailands ist Zinn, die
Einnahmen durch den Abbau dieses Metalls sind jedoch
stark zurückgegangen, seit der Hauptumschlagplatz für
Zinn zusammenbrach. Erfolgsversprechend
ist die Entdeckung von Erdgas in den Küstengewässern.
Im Dienstleistungssektor ist vor allem die Bedeutung des
Tourismus in den letzten 20 Jahren ständig gestiegen
(2000 kamen über 9,5 Mio. Besucher).
Auch als
Finanzzentrum wird Thailand immer bedeutender. Stark
zunehmende Investitionen hatten eine grössere Nachfrage
für Maschinen und Ausrüstungen zur Folge und belebten
den Handel ganz beträchtlich.
Die wichtigsten Handelspartner sind die USA, Japan und
Singapur.
Wechselkurse
Live - Thai Baht
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Thailand ist eines der grössten Exportländer der Welt
für Reis und auch von Zuchtgarnelen. Etwa 50% der
arbeitenden Bevölkerung sind in der Landwirtschaft
beschäftigt.
Überkapazitäten aus den Boom-Jahren im Elektronik-,
Computer- und Textilbereich, aber auch die Autoindustrie
ist nur zu knapp über 43% ausgelastet. Andere wichtige
Erzeugnisse sind Zigaretten, Zement, Bier, Zucker,
Erdölprodukte, Zinn und Stahl.
Rohstoffe:
Diamanten, Zinn, Gummi, Wolfram, Lignit, Holz, Gips,
Blei, Antimon, Mangan, Kupfer, Gold, Zink, Eisen und
grosse Vorräte an Pottasche
In Bangkok
nahm am 5. Dezember 1999 der "Sky train" auf einer 23,1
km langen Strecke den Betrieb auf; die Einnahmen
erreichten durch zu hohe Fahrpreise nur ein Viertel der
ursprünglich erhofften Höhe.
Zwei weitere Bahnsysteme sind teilweise fertig, in Bau
oder Planung: ein zweistöckiges S-Bahn-/ Maut Strassensystem auf Betonstelzen über 44 km und eine 21,9
km lange U-Bahn-Linie, die bis 2010 auf 81 km
verlängert werden soll.
Schienennetz:
4623km
Strassennetz (1999):
64.600 km, davon 63.000 km befestigt
Motorisierung:
106 Kfz/ 1000 Einwohner
Luftverkehr:
7 internationale Flughäfen
Fluggesellschaften:
Staatliche internationale Flug-gesellschaft ist Thai
Airways, private Inlandsfluglinien sind
die
Bangkok Airways und die Orient
Thai Airlines
Schifffahrt:
Grösster Seehafen ist Bangkok
Binnenschifffahrt:
Wasserwege von 3999 km Länge
Kommunikation:
Fernsehsender:
8 Sender (privat oder öffentliche)
Grösster Rundfunksender :
Radio Thailand 109 Sender
Zeitungen:
Es erscheinen 30 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage
von rund 3,8 Mio. Exemplaren.