Chilies sind eine der
wichtigsten Zutaten in der Thai-Küche. Meist sind die
Speisen ziemlich scharf, das Zugeben von Frischen
Kräutern und Gewürze macht die Speisen aber auch sehr
aromatisch. In Thailand werden die Chilies als "Prik"
bezeichnet. Die Verwendung von
Chilies in der Thai-Küche ist sehr vielfälltig und
allgegenwärtig.
In den
meisten Restaurants stehen Chilies meist schon in verschiedenen Variationen auf den
Tischen um die Speisen je nach "Gusto" zu verfeinern.
Die Variationen gehen
von süss, salzig, sauer und scharf. Weisser Zucker "Prik
Nam Pla-พริกน้ำปลา"
gehört nebst "Prik Dong-พริกดอง"
(Fischsauce mit Chilies), "Prik Na Som"-(Chilies in
Essig) und "Prik Phom-
พริกป่น" (Pulver
aus getrockneten roten Chilies) immer dazu. Je nach
Geschmack werden die Speisen mit den verschiedenen
Chilies nachgewürzt..
Thai-Chilie Art:
C. annuum var. annuum
Aussehen:
Vorne fein zugespitzt, lang und
schmal - in reifem Zustand leuchtend Rot.
Schärfe:
Schärfegrad liegt
zwischen 7-8 von 10 möglichen.
Verbreitung:
In Südostasien
weit verbreitet.
Chilies Info
Chilis (mexikanisch chilli)
stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika, wo sie
von den Ureinwohnern schon vor 5000 Jahren als Gewürz
und Gemüse angebaut wurden. Die Schoten werden frisch,
getrocknet oder als ganze Frucht verwendet. In
gemahlener Form sind sie als Cayennepfeffer im Angebot.
Dabei hat Chili mit dem Pfeffer piper nigrum nichts zu tun, er ist eine eigene
botanische Gattung namens Capsicum frutescens.
Capsaicin heisst der Wirkstoff, der den Schoten
die teils heftige Schärfe verleiht. Es gibt mehr als 100
Chili-Sorten und 120 Schärfegrade. Die Schärfe von Chili
wird seit 1912 in Scoville-Einheiten gemessen. Die
schärfsten Chilis, Habanero Chilies, erreichen 300'000 Scoville,
Gemüsepaprika erreichen auf der Skala eine
Scoville-Einheitvon 0.
Strukturformel des Capsaicins
Generell ist zu sagen, dass je kleiner eine Schote,
desto schärfer ist sie. Die Reaktionen auf die
empfundene Schärfe können unterschiedlich sein. Für
einige hat sie eine betörende oder lediglich betäubende
Schärfe, andere dagegen reagieren mit Schweissausbruch,
Hitzegefühl oder auch Schluckauf.
Mit zunehmender Dauer
der Einwirkung des Capsaicin wird der Rezeptor jedoch
desensibilisiert. Dies erklärt, warum Menschen in
Ländern, in denen viel mit Chilis gekocht wird, kaum
mehr auf diese vermeintliche Schärfe reagieren. Als
Gegenmittel zur Linderung des "Schmerzes" ist Wasser
völlig ungeeignet.
Das beste Mittel gegen die
Schärfe? - Die Meinungen darüber sind verschieden,
bei mir hilft Wasser, Reis oder Brot überhaupt
nicht - andere schwören darauf. Regelmässiger Genuss
ist für mich das beste Mittel um sich an die Schärfe
zu gewöhnen.
Schärfeskala von 0 - 10
Thai Chilies erreichen auf der
Schärfeskala den 8.Grad, der liegt zwischen 50 -100'00
Scoville und somit auf der Skala ziemlich weit oben.
Grad
Scoville
Sorte
10+
16 Millionen
(reines Capsaicin)
10
350.000 -
500.000
Habanero
9
100.000 - 350.000
Cayenne
8
50.000 - 100.000
Thai Chilies
7
30.000 - 50.000
Brazilian
Die winzigen
Thaichilis (Vogelaugenchilis) sind noch weit
schärfer als die fingerlangen. Man muss in jedem
Fall stets erst probieren, und zwar beginnt man
mit der Spitze, die im Allgemeinen weniger
scharf ist als der Stielansatz, wo auch die
meisten Kerne stecken und sich die wattigen
Innenwände treffen – beides die Schärfezentren
bei einer Chilischote.